Krebs

SKK gründet neues Darmkrebszentrum in Kiel

Das Städtische Krankenhaus Kiel (SKK) hat ein Darmkrebszentrum für Patienten mit Tumoren des Dick- und Mastdarmes (kolorektalen Tumoren) gegründet. Das Krankenhaus sieht darin einen Meilenstein für eine bessere Versorgung der Patienten. Besonderes Augenmerk legt die Klinik nach eigenen Angaben auf die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, Pflegediensten und anderen Einrichtungen, die es nach eigener Einschätzung „weiterzuentwickeln gilt.“

Neues Brustzentrum in Neumünster

Neumünster hat ein neues Brustzentrum. Zur Eröffnung warb das Zentrum für sich mit „kurzen Wegen und einer umfassenden Behandlung“. Ärzte aus Radiologie, Gynäkologie, Onkologie und Genetik untersuchen, behandeln und beraten Patientinnen in der Einrichtung. Leiter der radiologischen Diagnostik ist Dr. Armin van Wickevoort Crommelin. „Wir bündeln hier ärztliche Kompetenzen aus verschiedenen Fachdisziplinen unter einem Dach und schaffen so Synergieeffekte, die Voraussetzung für eine bestmögliche Behandlung sind. Für unsere Patientinnen wollen wir die Behandlungswege so kurz und transparent wie möglich gestalten“, sagte der Leiter zum Start.

AOK hält Männer für Vorsorgemuffel

Die AOK Nordwest bestätigt mit einer Auswertung ihrer Daten, dass Männer Vorsorgeangebote nur selten nutzen. Nur etwa jeder fünfte Mann über 45 Jahren (18,1 %) in Schleswig-Holstein war im vergangenen Jahr bei einer Krebs-Früherkennung. Bei den Frauen lag der Anteil deutlich höher. Hier nutzen 37,2 % die Früherkennungsuntersuchung ab dem Alter von 20 Jahren. Die AOK rief die Bevölkerung dazu auf, das kostenfreie Angebot in den Arztpraxen künftig stärker zu nutzen.

Bestimmt das molekulare Alter den Therapieerfolg?

Kieler Wissenschaftlern ist der Nachweis gelungen, dass sich die molekularen Eigenschaften von Tumorzellen bei Lymphdrüsenkrebs mit dem Alter der des Patienten verändern. Ein interdisziplinärer Verbund von Wissenschaftlern um Prof. Wolfram Klapper, Leiter der Sektion für Hämatopathologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, und Professor an der Medizinischen Fakultät der Christian Albrechts-Universität (CAU), und Prof. Reiner Siebert, Direktor des Instituts für Humangenetik des UKSH und der CAU, hat dies herausgefunden. Jetzt streben die Wissenschaftler einen Test an, der die Auswahl einer an die molekularen Eigenschaften der Erkrankung angepasste  Therapie ermöglicht – unabhängig vom Alter des Patienten.

Mammographie-Screening zeigt Wirkung

Der interaktive Atlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister e.V. (GEKID) präsentiert unter www.gekid.de die aktuellen Zahlen zum Krebsgeschehen aus den epidemiologischen Krebsregistern der Bundesländer. „Wir stellen für die Jahre 2008 und 2009 im Vergleich zum Jahr 2007 einen deutlichen um etwa 10 Prozent bzw. 20 Prozent Anstieg bei Brustkrebs und bei Hautkrebs fest“, sagte der Vorsitzende der GEKID, Prof. Dr. Alexander Katalinic, Universität zu Lübeck.

Zirkulierende Tumorzellen ermöglichen Prognose bei Prostatakrebs

Prostatakrebs wird manchmal erst so spät entdeckt, dass er nicht mehr erfolgreich behandelt werden kann. Jenseits der klassischen Hormonentzugstherapie kann Männern mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom jetzt mit neuen antihormonell aktiven Medikamenten geholfen werden. Das hat eine Studie der Martini-Klinik des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bestätigt. Mithilfe im Blut zirkulierender Tumorzellen konnten die Wissenschaftler um PD Dr. Thomas Steuber, Leitender Arzt an der Martini-Klinik, schneller als bisher erkennen, ob die medikamentöse Therapie Erfolg versprechend verläuft oder nicht.

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